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Alinde Quartett

Sa 26. September 2026

19:00 Uhr | Einlass ab 18:30 Uhr
KONZERT IN DER WOHNHALLE
inkl. NACHHALL mit hausgemachtem vegetarischem Buffet und Wein.
Eugenia Ottaviano | Violine
Guglielmo Dandolo Marchesi | Violine
Gregor Hrabar | Viola
Bartolomeo Dandolo Marchesi | Cello

Programm

Franz Schubert (1797-1828)
Streichquartett Nr. 4 in C-Dur, D 46

Felix Mendelssohn (1809-1847)
Capriccio in e-Moll für 2 Violinen, Viola und Violoncello, op. posth. 81 Nr. 3

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquartett in G-Dur, op. 18 Nr. 2

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Änderungen vorbehalten

»Finding the ideal sound world for Schubert’s quartets is by no means easy, yet the Alinde strikes a near-ideal balance between internal clarity and textural warmth, shone through by sparkling intonation.«
Julian Haylok
the Strad

Alinde Quartett
Das Alinde Quartett, benannt nach Schuberts Lied Alinde, zählt zu den herausragenden Kammermusikensembles seiner Generation. International geschätzt für seine stilistische Vielseitigkeit und den feinen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart, beherrscht das Quartett als eines der wenigen Ensembles seiner Art gleichermaßen das Spiel auf modernen Instrumenten wie auf Darmsaiten. Diese doppelte Klangkultur prägt seinen unverwechselbaren Ton – von der Praxis der Alten Musik und ihrer Transparenz bis zur expressiven Tiefe des romantischen und zeitgenössischen Repertoires. Diese künstlerische Offenheit hat das Ensemble auf renommierte Bühnen geführt, darunter die Berliner Philharmonie, die Elbphilharmonie Hamburg, das Concertgebouw Amsterdam, die Bremer Glocke, das Konzerthaus Berlin sowie Festivals wie das Schleswig-Holstein Musik Festival und das Verbier Festival. In der vergangenen Saison war das Quartett Portraitkünstler der Kölner Philharmonie – mit Konzertprojekten, die von klassischem Quartettspiel bis zu genreübergreifenden Kooperationen mit Künstler*innen wie Iveta Apkalna und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen reichten. Geprägt von Mentoren wie Eberhard Feltz, Günter Pichler und Rainer Schmidt verbindet das Alinde Quartett analytische Präzision mit lebendiger Expressivität und einem ausgeprägten Sinn für Klangbalance. Seit 2018 realisiert das Ensemble mit #Schubert200 ein außergewöhnliches Aufnahmeprojekt in Zusammenarbeit mit Hänssler Classic und Deutschlandfunk: Bis 2028 – Schuberts 200. Todestag – erscheinen sämtliche Streichquartette des Komponisten, jedes ergänzt durch eine zeitgenössische Auftragskomposition. Die bisherigen Alben erhielten breite internationale Anerkennung und zeichnen ein facettenreiches Bild Schuberts zwischen Innerlichkeit und Modernität. Darüber hinaus engagiert sich das Quartett intensiv in der musikalischen Vermittlung. Mit Formaten wie offenen Proben, Schulprojekten und Familienkonzerten an Häusern wie der Kölner Philharmonie oder dem Festspielhaus Baden-Baden lädt das Ensemble Kinder und Jugendliche ein, Kammermusik auf lebendige Weise zu entdecken. Zuletzt realisierte es mit dem Bildungsprojekt „Musikalisches Kaleidoskop“ in Nordrhein-Westfalen ein groß angelegtes Schulprogramm, das über 1.500 Schüler*innen erreichte und beispielhaft für das kreative Vermittlungsengagement des Quartetts steht. Konzert-Highlights der aktuellen Saison umfassen u. a. das Ensemble-Debüt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, im Concertgebouw Amsterdam und bei der Schubertiade Schwarzenberg-Hohenems. Mit seiner tiefen Verwurzelung in Schuberts Musik, der historischen Aufführungspraxis und dem offenen Blick auf die Gegenwart schlägt das Alinde Quartett Brücken zwischen Epochen, Stilen und Generationen.
Eugenia Ottaviano | Violine
Eugenia Ottaviano ist Gründungsmitglied des Alinde Quartetts, und als historische Geigerin ist sie Mitglied von VERITÀ Baroque. Seit 2025 ist sie Professorin für Violine am Landeskonservatorium Innsbruck und an der Universität Mozarteum Salzburg. Im Jahr 2010 war sie Mitbegründerin der Ida Bieler Music Academy, wo sie eine talentierte Klasse junger Geiger unterrichtet. Als leidenschaftliche Lehrerin hat sie international Meisterkurse für Violine und Kammermusik an Konservatorien gegeben und war Jurymitglied bei mehreren Wettbewerben. Sie hat an Kammermusikfestivals in ganz Europa teilgenommen, darunter die Verbier Festival Academy, das Festival Quatuors a Bordeaux, das Festival d'Aix en Provence, die Aldeburg Residencies und das Mozartfest Würzburg, und hat mit Künstlern wie András Schiff, Ferenc Rados, Gabor Takacs Nagy, Jörg Widmann, Arnold Steinhardt, Christoph Richter, Wolfgang Riehm und Erich Höbarth zusammengearbeitet. Zu ihren Lehrer*innen gehörten Salvatore Accardo, Ida Bieler, Eberhard Feltz und Rainer Schmidt. Eugenia spielt eine Geige von François-Louis Piqué aus dem Jahr 1790.
Gregor Hrabar | Viola
Geboren in Slowenien, Gregor Hrabar studierte an der AG-Ljubljana. Sein Talent an der Geige wurde schnell anerkannt und mit dem Preis der 'France Prešeren' der Akademie für Musik geehrt. Gleichzeitig studierte er auch an der KLK in Österreich, wo er für sich zusätzlich einen Schwerpunkt in Jazz, Kammermusik und Viola als zweites Instrument etablierte.Seit 2013 wohnt er in Berlin nach seinem abgeschlossenen Masterstudium an der HfM 'Hanns Eisler'. Von 2018 bis 2023 war er Bratschist des „Quartet Berlin-Tokyo“ und ist seit 2024 Bratschist beim Alinde Quartett. Während seiner musikalischen Tätigkeit gewann er zahlreiche Preise, mit Konzerte in Europa, Asien, USA und Afrika, Aufnahmen und Uraufführungen für CDs, Fernsehen und Radio. Durch seine Tätigkeiten als Pädagog bekam er das zweite Zertifikat der Colourstrings-Methode, seine Wahlmethode für Anfänger. Er ist Gastprofessor an der Mayumi Music Education Academy in Okinawa. Der spielt auf eine Bratsche von Stefan-Peter Greiner aus dem Jahr 2001, und auf einer Replik von Gasparo da Salò, gebaut von Joachim Schade.
Guglielmo Dandolo Marchesi | Violine
Guglielmo Dandolo Marchesi ist als moderner und barocker Geiger in zahlreichen Ensembles tätig, darunter das Alinde Quartett, VERITÀ Baroque und das Gürzenich Orchester Köln. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, u.a. erhielt er den "Alfonso Rossi"-Preis beim Internationalen Wettbewerb "Postacchini" in Fermo und wurde 2012 mit dem Stipendium für junge Geiger des Philharmonischen Orchesters der Mailänder Scala ausgezeichnet. Er schloss sein Diplom in der Klasse von Prof. Caterina Carlini mit Bestnote ab und studierte anschließend bei Prof. Michaela Martin, Prof. Richard Gwilt (Barockvioline) und Prof. Alessandro Moccia.
Bartolomeo Dandolo Marchesi | Cello
Der Cellist Bartolomeo Dandolo Marchesi, geboren in Mailand, ist ein vielseitiger Künstler, der sich der Alten Musik und ihrer Neuinterpretation und Aktualisierung widmet. Er ist Mitbegründer und musikalischer Leiter von Verità Baroque und UnderStories Ensemble. Zudem ist er Cellist des Alinde Quartett und Mitglied des Orchestra of the 18th Century (Amsterdam). Im April 2024 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum mit Bernhard Rombergs 3 Grand Sonatas, Op. 5 für Harfe und Violoncello beim Label Challenge Classics. Bartolomeo spielt ein Violoncello von 1727, gebaut von Carlo Antonio Testore in Mailand, das ihm großzügig von der Jumpstart Jr. Foundation zur Verfügung gestellt wurde. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, darunter der Bach Wettbewerb (2024) in Leipzig, der Cellissima-Wettbewerb in Köln, der Saarbrücker Internationale Wettbewerb für Alte Musik, der Internationale Wettbewerb von San Bartolomeo und der Vittorio Veneto Internationale Wettbewerb. Im Jahr 2022 gewann er mit seinem Ensemble UnderStories Ensemble den Preis für den vielversprechendsten jungen Künstler, verliehen von EUBO, beim York Early Music Competition. Im Jahr 2008 wurde ihm von der Stadt Assisi der Preis für den jungen Künstler des Friedens verliehen. Er trat als Solist mit verschiedenen Orchestern auf, insbesondere mit dem Westdeutsche Rundfunk Funkhausorchester. Als Kammermusiker war er in Europa und Asien zu hören und wurde in Sendungen von WDR, SWR, Deutschlandfunk, BBC, Ö1 und Radio3 übertragen. Er hat an Festivals wie dem Utrecht Early Music Festival, York Early Music Festival, Kyoto International Music Festival, Fringe, Beethoven Festival Bonn, Cusiano Early Music Festival in Orta, Göttingen Händel Festival, Bachwochen Ansbach, Tage Alter Musik Herne und Chopin Festival Warschau teilgenommen. Zu seinen wichtigsten musikalischen Einflüssen zählen Nicolas Altstaedt und Antonio Mosca, zudem studierte er bei Kristin von der Goltz, Catherine Jones, Rainer Zipperling und Gaetano Nasillo Barockcello.