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Theo Plath & Aris Alexander Blettenberg

Samstag, 8. Jun 2024

19:00 Uhr | Einlass ab 18:30 Uhr
KONZERT IN DER WOHNHALLE
inkl. NACHHALL mit hausgemachtem vegetarischem Buffet und Wein.
Theo Plath | Fagott
Aris Alexander Blettenberg | Klavier

Programm

Camille Saint-Saëns (1835-1921)
Sonate Op.168, 1921

Claude Debussy (1862-1918)
Sonate g-moll für Violine und Klavier
Transkription für Fagott und Klavier von Theo Plath 

Charles Koechlin (1867-1950)
Sonate op. 71

César Franck (1822-1819)
Sonate A-Dur für Violine und Klavier
Transkription für Fagott und Klavier von Theo Plath

»Plath […] ist der geborene Lyriker und Fagott-Belcantist, […] er kennt keine artikulatorischen Probleme, seine Rhythmik federt«
Thomas Baak
klassik-heute.de

»Lost Times«

Die Musik des Impressionismus und der späten Romantik war für mich als Fagottist schon immer ein Objekt der Sehnsucht. Unter den bedeutenden Komponisten seiner Zeit beschloss Camille Saint-Saëns als einer der wenigen, das Repertoire des Fagotts als einem »dieser sonst so vernachlässigten Instrumente zu erweitern«. Doch damit war er leider recht allein, was in meinen Augen umso betrüblicher ist, als dass mir der Klangcharakter des Instruments für die Musik dieser Zeit überaus passend erscheint. Mit diesem Programm erfülle ich mir den persönlichen Traum, in den für das Fagott als Soloinstrument verlorenen Zeiten der Romantik und des Impressionismus zu schwelgen. Der Reiz des Vergangenen findet sich häufig in der Kunst wieder. Allen voran beschreibt Marcel Proust in seinem Werk »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«, auf das sich auch der Titel dieser CD bezieht, die Erinnerung als Quelle künstlerischer Inspiration. Ebenso formuliert er, dass auch die Musik im Prozess des unwillkürlichen Erinnerns eine Rolle spielen kann. Seine Beschreibung der inneren Vorgänge der handelnden Personen, ausgelöst durch die Melodie der Vinteuil-Sonate, schildert die emotionale Beziehung eines Menschen zur Musik wohl am eindrücklichsten. Ein wichtiger Faktor in dieser Beziehung ist die Verbindung von Musik und Erinnerung. Dabei kann die Musik verschiedenste Funktionen einnehmen: Ein Stück Musik, das uns schon viele Jahre begleitet, ist unweigerlich mit Momenten aus unserem Leben verknüpft und lässt diese beim Hören wieder in uns aufleben. Auch kann Musik Traumbilder erzeugen, die dem Zusammenwirken unserer Erinnerungen und unserer Fantasie entspringen. Abstrakt gesehen kann Musik auch in sich selbst Erinnerung darstellen, etwa indem thematisches Material im Verlauf eines Werkes in anderem musikalischen Zusammenhang zitiert wird und dadurch in neuem Licht erscheint. (Theo Plath)
Theo Plath & Aris Alexander Blettenberg
Zusammen begeistern sie seit mehreren Jahren bei kammermusikalischen Auftritten (u.a. Heidelberger Frühling) regelmäßig das Publikum – die WAZ etwa titelte zuletzt im Februar 2020 »Kammerkonzert der Extraklasse«. Und beide verbindet ein gemeinsames musikalisches Denken, nämlich dass – ganz im Sinne Ferruccio Busonis – bereits die Niederschrift einer musikalischen Idee durch den Komponisten eine erste Transkription darstelle, so Plath: »Die zweite Transkription (im vorliegenden Fall die von Violin-/Violoncello- zu Fagott-Literatur) ist also vor allem eine weitere – hoffentlich treffende – Ausführung jener musikalischen Idee, die den Werken zugrunde liegt.«
Foto © Andrej Grilc, Marco Borggreve
Theo Plath | Fagott
Theo Plath ist seit 2019 Solofagottist des hr-Sinfonieorchesters in Frankfurt und Preisträger des Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2019. Solistisch tritt er unter anderem mit dem Münchner Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester und dem Mozarteumorchester Salzburg auf und ist in Sälen wie dem Konzerthaus Dortmund, der Elbphilharmonie in Hamburg und der Londoner Wigmore Hall zu hören. Als gefragter Kammermusiker ist er regelmäßiger Gast internationaler Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival oder dem Festival „Spannungen“ in Heimbach, wo er mit Künstlern wie Vilde Frang, Christian Tetzlaff, Maximilian Hornung, Lars Vogt, Albrecht Mayer und Fabian Müller zusammenarbeitet. Theo Plath ist Mitglied des Monet Quintetts und gibt mit seinem Klavierpartner Aris Alexander Blettenberg Konzerte in Deutschland, England und Frankreich. Theo Plath studierte bei Prof. Dag Jensen an der Musikhochschule München, weitere wichtige Impulse erhielt er von Prof. Sergio Azzolini und Prof. Nikolaus Maler. Für sein Spiel wurde er neben einem dritten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD bei zahlreichen Wettbewerben wie dem Aeolus-Wettbewerb 2012 und dem Deutschen Musikwettbewerb 2018 mit ersten Preisen ausgezeichnet. 2020 erschien seine Debüt-CD mit Fagottkonzerten der Romantik und des 20. Jahrhunderts, aufgenommen mit der Deutschen Radiophilharmonie unter Leo McFall, 2021 folgt gemeinsam mit dem Pianisten Aris Alexander Blettenberg seine zweite CD “lost times” mit Werken für Fagott und Klavier. Für das Projekt “Mozart Next Generation” der Orpheum Stiftung Zürich nimmt Theo Plath 2021 zwei Werke von W.A. Mozart auf CD auf: Das Fagottkonzert KV 191 mit dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Howard Griffiths, und die Sinfonia concertante KV 297b mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Thomas Zehetmair. Regelmäßig gibt er im Rahmen der Initiative „Rhapsody in School“ seine Begeisterung für klassische Musik an Kinder und Jugendliche weiter.
Aris Alexander Blettenberg | Klavier
Der deutsch-griechische Pianist, Dirigent und Komponist Aris Alexander Blettenberg wurde 1994 in Mülheim an der Ruhr geboren. Seinen jüngsten Erfolg erzielte er mit dem Gewinn des 16. Internationalen Beethoven Klavierwettbewerbs Wien im Oktober 2021. Außerdem ist er Gewinner des 2. Internationalen Hans-von-Bülow-Wettbewerbs Meiningen 2015 in der Kategorie „Dirigieren vom Klavier“, Träger des Steinway-Förderpreises 2019 und des Bayerischen Kunstförderpreises 2020 (verliehen vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst). Von 2015 bis 2021 war Blettenberg Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Zahlreiche Engagements führten den jungen Musiker bereits in bedeutende Konzertsäle wie den Wiener Musikverein, die Wigmore Hall London, das Konzerthaus Berlin, das Prinzregententheater München, die National Concert Hall Dublin, den Palais des Beaux-Arts Brüssel, den Muziekgebouw Amsterdam und die NOSPR Concert Hall Katowice. Ebenso war er zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling, dem Kissinger und Nymphenburger Sommer, den SPANNUNGEN Heimbach sowie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Zu den Musikern, mit denen Aris zusammengearbeitet hat, zählen u.a. Julia Fischer, Arabella Steinbacher, Julian Rachlin, Christian und Tanja Tetzlaff, Sharon Kam, Maximilian Hornung, zu den Klangkörpern u.a. das Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks, das Georgische Kammerorchester Ingolstadt, die Duisburger Philharmoniker und die Meininger Hofkapelle. Weitere Impulse erhielt Aris zudem durch Meisterkurse bei Rudolf Buchbinder, Gerhard Oppitz, Cyprien Katsaris, Dame Imogen Cooper, Matti Raekallio und Vladimir Jurowski. 2019 feierte Aris sein Debüt als Operndirigent mit Mozarts „Entführung aus dem Serail“ am Meininger Staatstheater, dem er seit 2015 als Gastdirigent verbunden ist. Seine verlegten Kompositionen werden weltweit aufgeführt, auf Tonträgern eingespielt und im Rundfunk gesendet. Aris Alexander Blettenberg erhielt seine Ausbildung in den Fächern Klavier und Dirigieren bei Prof. Antti Siirala und Prof. Bruno Weil an der Hochschule für Musik und Theater München sowie am Mozarteum Salzburg. Des Weiteren studierte er Klavier in der Soloklasse von Prof. Lars Vogt (†) in Hannover sowie Kammermusik bei Prof. Silke Avenhaus in München.
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